Bei der Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September, die im Pentagon stattfand, versuchten Donald Trump, der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, und Pete Hegst, der Verteidigungsminister, Iran mit diesen Ereignissen in Verbindung zu bringen. Diese Zeremonie fand gleichzeitig mit einer weiteren Veranstaltung am „Ground Zero“ in New York statt.
Behauptung der Verbindung Irans zum Terrorismus
Trump verwies in seiner Rede im Pentagon auf den fortgesetzten Krieg gegen den Terrorismus und sagte: "Wir respektieren die Soldaten vor Ort, die sicherstellen, dass der größte Unterstützer des Terrorismus, die Islamische Republik Iran, niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen wird." Hegst betonte in seiner Rede gegenüber den amerikanischen Streitkräften, dass sie weiterhin gegenüber der "islamischen Theokratie" im Iran "wachsam" bleiben werden.
Hegst wies auf die lange Geschichte der Unterstützung Irans für den Terrorismus hin und sagte: "Wir schicken die Terroristen jetzt dorthin, wo sie hingehören — in die Hölle — und schicken Öltanker auf den Grund des Ozeans, wo sie hingehören." Diese Äußerungen, zusammen mit dem Versuch, Iran mit den Anschlägen vom 11. September zu verknüpfen, scheinen ein Zeichen für einen Wandel in den politischen Ansätzen in den Vereinigten Staaten zu sein.
Widersprüche und Kritiken
Gleichzeitig ist zu beachten, dass einige der engsten Verbündeten Amerikas, insbesondere Saudi-Arabien, tatsächlich eine größere Rolle bei der Katastrophe von 9/11 gespielt haben. Viele der Angreifer von 9/11 stammten aus Saudi-Arabien, und die Familien der Opfer haben Klagen gegen dieses Land wegen staatlicher und nachrichtendienstlicher Verbindungen zu den Anschlägen eingereicht. Dies geschieht, während Iran, als historischer Feind Saudi-Arabiens, sowohl religiös als auch politisch im Widerspruch zu diesem Land steht.
Interessanterweise erinnert der Versuch, Iran mit 9/11 in Verbindung zu bringen, an die Propaganda aus der Bush-Ära. Damals versuchten einige neokonservative Analysten, Teheran mit den Anschlägen vom 11. September zu verknüpfen, während der Irak aufgrund der Behauptung angegriffen wurde, dass es eine Verbindung zwischen Saddam Hussein und Al-Qaida gebe. Tatsächlich war Saddam Hussein ein säkularer Diktator, der niemals nach einer Zusammenarbeit mit extremistischen Gruppen strebte.



