Öl erreichte am Donnerstag einen Preis von fast 110 Dollar pro Barrel, was den höchsten Wert seit Juli darstellt. Dieser Preisanstieg ist auf die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die Vergeltungsmaßnahmen der Islamischen Revolutionären Garde Irans zurückzuführen, die zu Angriffen auf acht Öltanker und zwei Zerstörer der US Navy in der Straße von Hormuz führten.
Prognose der starken Preisschwankungen bei Öl
Öl- und Rohstoffanalysten bei Standard Chartered haben prognostiziert, dass die starken Preisschwankungen bei Öl aufgrund der anhaltenden Spannungen im Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten im dritten Quartal dieses Jahres anhalten werden. Diese Prognosen deuten auf fehlende diplomatische Fortschritte und Exportbeschränkungen aus der Straße von Hormuz hin.
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Standard Chartered hat auch auf die starke Nachfrage nach mittelfristigen Produkten hingewiesen und erklärt, dass einige Märkte unter starkem Druck stehen, da Hitze und Dürre logistische Probleme verschärfen. Die Bank prognostiziert, dass die Nachfrage in den mittelfristigen Lücken anhalten wird, da Diesel, Heizöl und Flugbenzin besser abschneiden als Benzin. Es wird erwartet, dass die Fortdauer der Konflikte die Preise in langfristigen Verträgen stärken wird.
Globale und regionale Auswirkungen
Auf der jährlichen APPEC-Konferenz in Singapur suchten die Teilnehmer intensiv nach Lösungen zur Bewältigung der langanhaltenden Konflikte im Nahen Osten. Laut Standard Chartered wird die Nachfrage Chinas nach Rohöl und die Fähigkeit des Landes, die Lieferung von raffinierten Produkten auf die asiatischen Märkte zu lenken, als eine Quelle der Flexibilität in den globalen Ölströmen angesehen.
Analysten prognostizieren, dass die Ölmärkte weiterhin anfällig für Preisschwankungen bleiben werden. Obwohl einige Alternativen möglicherweise verfügbar sind, sind die zusätzlichen Kapazitäten, Bestände und logistische Flexibilität zunehmend zurückgegangen. Diese Bedingungen führen dazu, dass die Preisschwankungen auf den Ölmärkten zunehmend asymmetrisch sind und Preiserhöhungen häufiger und heftiger auftreten.
In der Zwischenzeit setzt sich der Anstieg der Erdgaspreise in Europa fort, und die Preise sind auf über 81 Euro pro Megawattstunde gestiegen. Während mehrere leere LNG-Schiffe aus Katar in den Persischen Golf zurückkehren, gibt es weiterhin große Unsicherheit darüber, ob dies ein Zeichen für den Beginn nachhaltiger Exporte ist. Darüber hinaus liegen die LNG-Ströme aus dem Persischen Golf deutlich unter dem Niveau vor dem Krieg.
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