Greg Stanton hat in seinen jüngsten Äußerungen den Ansatz „eine Zahl zu erreichen“ in der Rentenplanung kritisiert und gewarnt, dass diese Methode ein Zeichen für mangelnde Ganzheitlichkeit und Bewusstsein in der Finanzplanung sein kann. Viele Menschen verlassen sich auf einfache Kriterien wie die 4-Prozent-Regel, um die Nachhaltigkeit ihres Portfolios zu bewerten, was gefährlich sein kann.
Herausforderungen bei der Verwendung einfacher Kriterien
Stanton wies darauf hin, dass die Verwendung einer bestimmten Zahl zur Bestimmung des Renteneintritts, insbesondere in der aktuellen wirtschaftlichen Lage, zu uninformierten Entscheidungen führen kann. Zum Beispiel könnte ein Portfolio von 1 Million Dollar ausreichend erscheinen, aber wenn die Lebenshaltungskosten aufgrund von Inflation und Steuern nicht angemessen angepasst sind, könnte diese Zahl unzureichend sein.
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Bedarf an umfassender Planung
Er betonte, dass eine realistische Bewertung der finanziellen Situation ein guter Anfang ist, indem die angestrebte Zahl durch den geplanten Entnahmebetrag geteilt wird, insbesondere für Personen, die etwa 10 Jahre von der Rente entfernt sind. Für diejenigen, die näher an der Rente sind, ist es jedoch entscheidend, einen umfassenden und multidimensionalen Plan zu erstellen. In diesem Plan sollten Aspekte wie Rentenkosten im Vergleich zu Lebenshaltungskosten während der Erwerbsphase, nicht-portfoliobasierte Einkünfte wie Sozialversicherungsleistungen und Renten, der geplante Entnahmebetrag und der Zustand des Portfolios berücksichtigt werden.
Stanton betonte auch die Bedeutung von Risiken und sagte, dass es gefährlich sein kann, wenn Menschen aufgrund der positiven Marktlage eine bestimmte Zahl erreichen. Der Aktienmarkt steigt in der Regel mehr als er fällt, aber wenn jemand mit einem stark aktienlastigen Portfolio in den Ruhestand gehen möchte, ist es besser, dies in Zeiten zu tun, in denen der Markt schwach ist, nicht wenn er auf dem Höhepunkt ist.
Risiken im Zusammenhang mit Marktveränderungen
Forschungen zeigen, dass fast zwei Drittel der Portfolios, die in den ersten fünf Jahren der Rente Verluste erleiden, vor dem Jahr 30 enden. In den 1980er Jahren konnten Personen, die zu dieser Zeit in den Ruhestand gingen, trotz der schlechten Marktlage mit Entnahmen von fast 13 Prozent aus ihrem Portfolio leben. Dieser Erfolg war auf die niedrigen Bewertungen von Aktien zu dieser Zeit zurückzuführen, was zu starken Anstiegen am Aktienmarkt in den folgenden drei Jahrzehnten führte.
Stanton wies auch darauf hin, dass selbst wenn die aktuellen Bedingungen am Aktienmarkt negativ erscheinen, dies nicht unbedingt bedeutet, dass neue Rentner besorgt sein müssen. Stattdessen können sie ihre Pläne widerstandsfähiger machen, indem sie ihr Anlageportfolio diversifizieren und die Kosten in Zeiten von Portfolioverlusten senken.
Schlüsselfragen für eine erfolgreiche Rente
Stanton betonte schließlich, dass die Entscheidung für den Ruhestand nicht nur auf Zahlen basieren sollte. Obwohl die finanzielle Situation wichtig ist, gibt es auch andere Schlüsselfragen, die beantwortet werden müssen: Haben Sie genug für den Ruhestand? Sind Sie müde von der Arbeit? Und wissen Sie, was Sie nach der Rente erreichen möchten? Die erfolgreichsten Rentner konzentrieren sich mehr auf diese Fragen als auf finanzielle Aspekte.
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