Vor den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten, die am 3. November stattfinden sollen, haben die Demokraten laut Umfragen gute Chancen, die Kontrolle über den Kongress zu übernehmen. In diesem Zusammenhang erklärte die Abgeordnete Debbie Wasserman Schultz (D-FL) diese Woche, dass sie den Demokraten helfen werde, die Vereinbarungen von Donald Trump zur Ölproduktion in Venezuela zu blockieren, falls sie wiedergewählt wird.
Fokus auf die Energiebranche und mögliche Aufsicht
Mit der Übernahme der Kongresskontrolle werden die Demokraten in der Lage sein, die Agenda der Ausschüsse und Forschungsprogramme festzulegen. Es scheint, dass der Fokus auf Klimawandel im Vergleich zum 117. Kongress abnehmen wird und mehr Augenmerk auf wirtschaftliche Aspekte und Energiekosten gelegt wird. Auch die Energievereinbarungen von Trump, insbesondere die Unternehmensanteile, werden von den Demokraten in den Blick genommen.
In der Zwischenzeit wird die Aufsicht über Ölunternehmen und deren Gewinnmargen wahrscheinlich erneut in den Mittelpunkt rücken. Während der vorherigen Kontrolle der Demokraten über den Kongress hielt das Unterkomitee für Umweltaufsicht mehrere Sitzungen ab, in denen Führungskräfte großer Ölunternehmen aussagten.
Gegnerische Haltung zu den Ölverträgen Venezuelas und Mineralpolitik
Trumps Vereinbarung zur Kontrolle von 17 Ölquellen in Venezuela, die den USA das Recht einräumt, 20 Prozent der Ölproduktion dieses Landes abzuziehen, stößt bei den Demokraten auf Widerstand. Senator Chris Van Hollen (D-MD) bezeichnete diese Vereinbarung als inakzeptabel und äußerte Bedenken hinsichtlich des 35-prozentigen Anteils des Verteidigungsministeriums an einem nicht-amerikanischen Unternehmen.
Darüber hinaus legen die Demokraten zunehmend Wert auf die Notwendigkeit, die Lieferkette für kritische Mineralien zu diversifizieren und sich von China unabhängig zu machen. Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Transparenz und der Arbeitsrechte in diesem Bereich, was zu einer verstärkten Aufsicht über Trumps Mineralpolitik führen könnte.
Schließlich neigen die Demokraten mit dem Anstieg der Stromnachfrage dazu, mehr Unterstützung für die Erhöhung der Kernkraftkapazitäten zu zeigen. Diese Veränderungen könnten als Teil der neuen Politik der Demokraten im Falle eines Sieges bei den kommenden Wahlen umgesetzt werden.



